
Check-in
Raum zum Ankommen. Jede Einheit startet mit einem Gespür für die Stimmung im Raum und einem Einstieg ins Thema.
Online-Hass ist längst kein Randphänomen mehr, sondern trifft die Mehrheit junger Menschen direkt. Die Folge ist eine gefährliche Stille: Aus Angst vor Angriffen ziehen sich immer mehr Jugendliche aus digitalen Diskussionen zurück — sie verstummen.
Genau hier setzt re.create an: ein kreatives Lernformat gegen Hass im Netz für die Klassenstufen 6 bis 8, entwickelt von Zeichen gegen Mobbing e. V., LAMY und Forever Day One. Statt theoretisch darüber zu sprechen, greifen Schüler:innen zu Stift und Papier und verwandeln ihre Gedanken in sichtbare Botschaften für den Zusammenhalt.
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Zeichen gegen Mobbing e. V., LAMY und Forever Day One glauben an eine Welt, in der junge Menschen ihre Stimme mutig einsetzen. Jede Organisation bringt ihre Stärke ein – gemeinsam entsteht ein wirksames, praxisnahes Bildungsangebot gegen Cybermobbing und Online-Hass.
Der Verein bringt seine langjährige Erfahrung in der schulischen Präventionsarbeit und im Umgang mit Mobbing und digitaler Gewalt ein.
zeichen-gegen-mobbing.de
Der Schreibgerätehersteller gab den Impuls für die Partnerschaft und ermöglicht die langfristige Umsetzung des Lernformats.
lamy.com
Die Bildungsinitiative Young Empowerment entwickelt die Lerninhalte und das pädagogische Konzept.
young-empowerment.deDurch das Gestalten mit Stift und Papier setzen sich Jugendliche aktiv mit der Macht der Sprache auseinander und verwandeln ihre Gedanken in sichtbare Zeichen für den Zusammenhalt.
Die Schüler:innen nehmen wahr, was Hass im Netz emotional mit ihnen macht, und geben dieser Erfahrung durch kreative Impulse eine erste Form.
Die Jugendlichen erleben, wie bewusst gewählte Sprache Räume öffnen oder schließen kann, und merken selbst, wie viel Macht ihre Sprache hat.
Mit Stift und Papier entstehen die finalen, handfesten Botschaften der Klasse – das kollektive Erlebnis: Wir sind handlungsfähig und halten zusammen.
Jede der drei Einheiten folgt derselben Struktur. Das gibt Orientierung, schafft Vorhersehbarkeit und baut eine vertraute Lernatmosphäre auf.

Raum zum Ankommen. Jede Einheit startet mit einem Gespür für die Stimmung im Raum und einem Einstieg ins Thema.

Raum zum Nachdenken. Ein kurzer Input – ein Beispiel, eine Frage, eine Metapher – lenkt die Aufmerksamkeit auf den Kern der Einheit.

Kreative Aufwärmübung. Sie lockert die Atmosphäre, aktiviert die Klasse und nimmt die Angst vor dem weißen Blatt.

Das Herzstück. Hier geht es nicht um Noten oder Perfektion, sondern darum, Gedanken und Haltungen sichtbar zu machen.

Raum für Reflexion. Die Jugendlichen teilen ihre Erkenntnisse und gehen mit einem klaren, positiven Gefühl aus der Stunde.
Schreibgeräte von LAMY für Skizzen, Blackout Poetry und farbige Gestaltung. Karton als langlebiger Untergrund für die finalen Botschaften, ein A3-Zeichenblock für die Übungen im Team, Klebezettel für schnelle Gedanken und Kreppband, um die Ergebnisse im Klassenraum sichtbar zu machen.
Ein interaktives Booklet für alle Teilnehmenden – persönliches Kreativ- und Gedankenbuch zum Reinschreiben, Zeichnen und Rausreißen. Ein Leitfaden für begleitende Lehrkräfte mit Ablauf, Sicherheitsbriefing und Alternativen für jede Übung. Dazu Kontaktkarten von Zeichen gegen Mobbing e. V. für alle Jugendlichen.
Alle Inhalte gibt es zusätzlich als digitale Lernmaterialien – zur Wiederholung oder zur flexiblen Integration in den Unterricht.
Du brauchst kein Vorwissen und keine große Vorbereitungszeit – aber eine bewusste Entscheidung. re.create berührt persönliche Erfahrungen. Ob sich deine Klasse öffnen kann, hängt an dem Raum, den du dafür schaffst.
Das Material lässt dich damit nicht allein. Im Leitfaden für Lehrkräfte findest du ein Sicherheitsbriefing mit konkreten Szenarien: wie du Schulsozialarbeit oder Vertrauenslehrkräfte vorab einbindest, wie du Transparenz herstellst und wie die Stopp-Regel funktioniert, mit der sich alle jederzeit und ohne Begründung aus einer Übung zurückziehen können. Ein eigenes Kapitel „Was tun, wenn …?“ begleitet dich für den Fall, dass bestehende Mobbingsituationen sichtbar werden. Zu jeder Übung gibt es Alternativen für Jugendliche, denen der Einstieg schwerfällt.
Zeitlich bleibst du flexibel: in getrennten Einheiten im laufenden Unterricht oder gebündelt an einem Projekttag.
Du hast Fragen zum Projekt? Schreib uns: [email protected]
Zu Beginn vereinbart die Klasse gemeinsam drei Säulen der Sicherheit – und ergänzt sie um eigene Regeln. Das Poster findest du als QR-Code zum Selbstausdrucken im Begleitheft.

Wir gehen vertraulich mit dem um, was andere mit uns teilen.

Wir bewerten und belachen keine Gefühle, Gedanken oder Kunstwerke der anderen. Alle dürfen so sein, wie sie sind.

Wer „Stopp“ sagt oder das Stopp-Zeichen macht, muss nicht weiter mitmachen, muss sich nicht erklären und kann sich zurückziehen.